Das FABRIK-Fotoforum basiert auf verschiedenen kreativen Aktivitäten, die die Fabrik seit Anfang der 70er Jahre ihren Besuchern anbietet. Neben anderen Arbeitsgruppen beinhaltet das "Mitmach-Konzept" der FABRIK auch das Engagement im Bereich der Fotografie wie Kurse und Seminare.
Begleitend dazu wurden am Anfang sporadisch, später im festen monatlichen Rhythmus Fotoausstellungen präsentiert. Ziel dieser Arbeit war es, die Besucher zu motivieren, sich intensiver mit der Fotografie – praktisch wie theoretisch – zu beschäftigen.
Nach dem Brand und Wiederaufbau der FABRIK in den späten 70ern wurde die Ausstellungsarbeit mit der Schaffung eines eigenen, festen Ausstellungsraumes intensiviert. Der sogenannte "Multimedia-Raum" bot seitdem Platz für regelmäßige Fotoausstellungen. Die Fokussierung auf Fotografie hatte auch damit zu tun, dass es in Hamburg zu dieser zeit für das Medium Fotografie nur wenige konstante Ausstellungsorte gab.
Dank des abwechslungsreichen Ausstellungsprogramms, in dem sowohl bekannte als auch talentierte Nachwuchsfotografen präsentiert werden, ist es relativ schnell gelungen, das "FABRIK Fotoforum" zu einer wichtigen Institution zu etablieren. In der Zwischenzeit präsentierte die FABRIK Fotoforum über 280 Ausstellungen in- und ausländischer Fotografen und Fotografinnen. Der Schwerpunkt der Ausstellungsarbeit liegt bei der Vermittlung der Fotografie in allen ihren Erscheinungsformen. Unser Interesse richtet sich dabei auf Werkgruppen bekannter Fotojournalisten, Fotodesigner wie auch Fotografen, die das Medium als künstlerisches Ausdrucksmittel einsetzen. Daneben werden auch thematisch konzipierte Gruppenausstellungen organisiert.
Die gesteigerte Intensität in allen Sparten des Fotoforums führte dazu, dass die einzelnen Bereiche aus organisatorischen Gründen aus der FARBIK ausgelagert werden mussten. So zog das Fabrik Fotolabor in die Nachbarschaft und die Ausstellungsarbeit wurde seit 1991 in die Grauwert Galerie (Eimsbüttel) verlagert.
Neben laufenden Ausstellungen in der Grauwert Galerie organisierte das FABRIK Fotoforum größere Ausstellungen für andere Institutionen wie z.B.: im Kunsthaus Hamburg, beim Internationalen Fotofestival in Herten, beim Internationalen Fotofestival in Bratislava, für die Kommunale Galerie in Berlin, für das "Hamburg-Dresden Festival" etc. Zusätzlich fördert das Fotoforum den Austausch von Ausstellungsprojekten innerhalb der deutschen Fotogalerie-Szene.
Die Zusammenarbeit zwischen der FABRIK und der Grauwert Fotogalerie endete Mitte Mai 1996. Das FABRIK Fotoforum suchte daher nach einer neuen Wirkungsstätte. Als eine willkommene Alternative bot sich hier die Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum an, die für beide Seiten vorteilhafte Synergien bietet und das kulturelle Leben in der Hansestadt belebt.
Pro Jahr präsentiert das FABRIK Fotoforum vier bis fünf Kabinett-Ausstellungen plus einige größere Ausstellungsprojekte, wie z.B. die Premiere einer großen Retrospektive (über 250 Exponate) mit Bildern von Clemens Kalischer, die anschließend noch an anderen Orten in Europa und den USA präsentiert wurde.
Fünf Jahre lang haben ausgewählte Fotografen und Stipendiaten die Insel Sylt besucht und sammelten mit der Kamera ihre ganz persönlichen Eindrücke. Zusammen mit Bildern, die bereits in den 60er und 70er Jahren von Robert Lebeck und Volker Hinz fotografiert wurden, entstand ein Bilder-Kaleidoskop, das Sylt, seine Landschaften und Menschen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln reflektiert.
Die Bildautoren rieben sich an den bestehenden Klischees und gelebten Widersprüchen,
ließen sich aber auch anregen und entdeckten ihre eigenen Themen und besonderen Sichtweisen,
mal dokumentarisch, mal künstlerisch. Die Ausstellung bietet, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit
oder den Zwang, touristische Sehnsüchte befriedigen zu müssen, ein weitgefächertes fotografisches Panorama.
Die vom Hamburger Fabrik Fotoforum konzipierte Ausstellung zeigt Sylt mal heiter – manchmal auch melancholisch,
auf jeden Fall realistisch.
Fotografen der Ausstellung sind Julia Baier, Peter Bialobrzeski, Denis Brudna,
Jörg Brüggemann, Tine Casper, Christian Diehl, Christoph Engel, Hans Hansen, Volker Hinz,
Britta Isenrath, Martin Kollar, Ingar Krauss, Robert Lebeck, Martin Liebscher, Julia Maria Max,
Dita Pepe, Christian Popkes, Martin Pudenz, Anja Schaffner, Grit Schwerdtfeger, Susanne Schleyer/Michael J. Stephan,
Evzen Sobek und Thomas Wrede
Zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz-Verlag ein Katalogbuch, das neben einer Vielzahl
von Fotografien auch fünf literarische Texte der Inselschreiber
Cora Frost, Judith Kuckart, Moritz Rinke, Gernot Wolfram und Feridun Zaimoglu enthält.
Organisation:
Das Fabrik Fotoforum Hamburg in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Photonews , der Stiftung kunst:raum sylt quelle,
und mit Unterstützung von den Sylter Kommunen und der Hewlett-Packard GmbH
Eröffnung am Donnerstag, den 5. Juli 2012, um 19:00 Uhr
Eintritt frei, Ausweis erforderlich
Ausstellung vom 6. Juli bis 26. August 2012
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich
Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28 | 10963 Berlin
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